Aus Angst, dich zu verlieren
Ein Blick auf die Angst hinter dem eigenen Rückzug und den Mut, beim nächsten Mal einen Schritt auf den anderen zuzugehen.
Lyrics
Verse 1
Heute seh ich Dinge, die damals harmlos für mich waren. Wie oft du neben mir gesessen hast mit irgendwas, das du nicht mehr gesagt hast.
Ich dachte, Liebe zeigt sich darin, dass ich bleibe, wenn es schwierig wird. Doch manchmal war ich nur noch da, ohne wirklich da zu sein bei dir.
Ich wollte nichts kaputtmachen, also machte ich lieber keinen Schritt. Wartete, bis du mich zu dir holst, statt einfach hinzugehen.
Und jedes Mal, wenn ich Angst bekam, dass ich dich verlieren könnte, wurde ich ein bisschen vorsichtiger.
Bis Vorsicht irgendwann genauso aussah wie Entfernung.
Pre-Chorus
Du wolltest wissen, ob ich komme. Ich wollte wissen, ob ich darf. Und irgendwo zwischen den Fragen haben wir uns nicht erreicht.
Chorus
Aus Angst, dich zu verlieren, hab ich mich zu oft versteckt. Stand direkt vor deiner Tür und hab gewartet, dass du öffnest, statt zu klopfen.
Aus Angst, dich zu verlieren, hab ich mich kleiner gemacht. Ich dachte, wenn ich nichts falsch mache, bleibst du vielleicht.
Und hab zu spät verstanden:
Man kann jemanden auch verlieren, weil man sich nicht traut, ihn wirklich festzuhalten.
Verse 2
Beim ersten kalten Blick von dir ging ich einen halben Schritt zurück. Nicht weil ich weniger wollte, sondern weil du mir zu wichtig warst.
Ich hab Wünsche runtergeschluckt, damit sie keine Forderungen werden. Hab gewartet, dass du mich vermisst, bevor ich sagte, dass ich dich vermisse.
Manchmal wollte ich einfach kommen. Sonntagmorgen. Semmeln in der Hand. Nicht fragen, ob es gerade passt, nicht warten auf einen freien Platz.
Doch dann dachte ich wieder: Vielleicht störe ich. Vielleicht willst du Zeit für dich.
Und blieb dort, wo ich sicher war.
Bei mir.
Pre-Chorus
Du wolltest wissen, ob ich bleibe. Ich wollte wissen, ob ich darf. Und irgendwo zwischen den Fragen haben wir uns nicht erreicht.
Chorus
Aus Angst, dich zu verlieren, hab ich mich zu oft versteckt. Stand direkt vor deiner Tür und hab gewartet, dass du öffnest, statt zu klopfen.
Aus Angst, dich zu verlieren, hab ich mich kleiner gemacht. Ich dachte, wenn ich nichts falsch mache, bleibst du vielleicht.
Und hab zu spät verstanden:
Man kann jemanden auch verlieren, weil man sich nicht traut, ihn wirklich festzuhalten.
Verse 3
Das Schlimmste ist: Ich hab dich geliebt.
Nicht halb. Nicht irgendwann weniger. Vielleicht sogar mehr, als ich zeigen konnte.
Und genau das ergibt bis heute so wenig Sinn in meinem Kopf:
Je wichtiger du mir wurdest, desto vorsichtiger wurde ich mit dir.
Als könnte ein falsches Wort, ein falscher Schritt, ein bisschen zu viel von mir alles zum Einsturz bringen.
Also gab ich dir Raum, wenn ich Nähe wollte.
Schwieg, wenn ich eigentlich sagen wollte:
Bleib.
Und wartete auf dich, wenn ich selbst hätte kommen müssen.
Bridge
Vielleicht hätte ich dir versprochen, dass jetzt alles anders wird.
Mehr Nähe. Mehr Mut. Mehr von mir.
Und vielleicht hätte ich es für ein paar Wochen sogar geschafft.
Doch Angst verschwindet nicht, nur weil alles auf dem Spiel steht.
Ich musste erst ohne dich aufwachen, um endlich zu verstehen:
Ich hab so oft neben dir geschlafen und trotzdem Abstand gehalten.
Nicht weil du mir egal warst.
Sondern weil du mir viel zu viel bedeutet hast.
Final Chorus
Aus Angst, dich zu verlieren, hab ich mich zu oft versteckt. Stand direkt vor deiner Tür und hab gewartet, dass du öffnest, statt zu klopfen.
Aus Angst, dich zu verlieren, hab ich mich kleiner gemacht. Ich dachte, wenn ich nichts falsch mache, bleibst du vielleicht.
Und hab zu spät verstanden:
Man kann jemanden auch verlieren, weil man sich nicht traut, ihn wirklich festzuhalten.
Bridge 2
Heute weiß ich:
Liebe muss manchmal klopfen, auch wenn sie nicht weiß, ob jemand öffnet.
Sie muss sagen: „Ich brauch dich“, ohne zu wissen, was zurückkommt.
Und vielleicht hätte das uns nicht gerettet.
Vielleicht wärst du trotzdem gegangen.
Aber wenigstens hättest du gewusst, dass ich nicht nur neben dir war.
Dass ich da sein wollte.
Dass ich mich für dich entschieden hab.
Outro
Ich kann heute nicht mehr ändern, wie ich damals geliebt habe.
Nur wie ich es morgen tue.
Und wenn es etwas gibt, das ich aus uns mitnehme, dann vielleicht das:
Beim nächsten Menschen, den ich nicht verlieren will,
warte ich nicht mehr vor der Tür.
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