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AUTOR · MUSIKER · PSEUDONYM

Über
Marc Sent.

Diese Seite begann mit einer Trennung. Und mit dem Versuch, Worte für ein Leben zu finden, das plötzlich anders weiterging als gedacht.

Marc Sent ist ein Pseudonym und eine literarische Figur. Die folgende Biografie ist erfunden; sie gibt den Gedanken, Geschichten und Liedern dieser Seite einen gemeinsamen Hintergrund.

Der Name, unter dem ich schreibe

Marc Sent ist mein Pseudonym. Unter diesem Namen veröffentliche ich Essays, kurze Notizen und Musik über Beziehungen und das Leben, das nach ihrem Ende weitergeht. Der Name gibt mir einen Raum, in dem ich offen schreiben kann, während ein Teil meines privaten Lebens privat bleibt. Das gilt auch für die Menschen, die zu meiner Geschichte gehören und sich nicht dafür entschieden haben, öffentlich darin vorzukommen.

„Sent“ steht für die Nachrichten, die ich meinem früheren Ich schicke. Für das, was ich damals gern verstanden hätte: wo ich genauer hätte hinsehen, früher sprechen oder besser zuhören können. Die Vergangenheit erreiche ich damit nicht mehr. Aber vielleicht erkenne ich ihre Muster früher, wenn sie mir wieder begegnen, und mache nicht noch einmal dieselben Fehler.

Ein Lebenslauf zwischen Sprache und Alltag

Geboren wurde ich in den frühen Achtzigerjahren in Klagenfurt. Ich bin mit Büchern, Kassetten und dem Radio in der Küche aufgewachsen. Als Jugendlicher habe ich Liedtexte in Schulhefte abgeschrieben und daneben eigene Zeilen notiert. Die meisten davon blieben in den Heften. Lange war Schreiben etwas, das ich für mich tat.

Mit Anfang zwanzig zog ich nach Wien. Ich arbeitete zunächst in einer kleinen Redaktion, später in der Unternehmenskommunikation. Ich lernte, schwierige Dinge verständlich zu formulieren, zuzuhören und einen Text so lange zu überarbeiten, bis er sagte, was er sagen sollte. Im Beruf gelang mir das oft besser als in meinem eigenen Leben.

Ab 2013 arbeitete ich überwiegend selbstständig an Texten und redaktionellen Projekten. Mein Alltag bestand aus Abgabefristen, Gesprächen, einer gemeinsamen Wohnung und Plänen, die über das nächste Wochenende hinausreichten. Nebenbei schrieb ich weiter: Beobachtungen in Notizbücher, einzelne Strophen, manchmal einen längeren Text, den niemand zu lesen bekam.

Einige Stationen

  • Frühe Achtzigerjahre: Geboren in Klagenfurt, aufgewachsen in Kärnten.
  • Ab 2003: Leben in Wien; erste Arbeit in Redaktion und Kommunikation.
  • Ab 2013: Selbstständige Text- und Projektarbeit. Persönliches Schreiben bleibt zunächst im Hintergrund.
  • 2024: Ende einer langjährigen Beziehung und der Beginn einer tiefen Neuorientierung.
  • 2025: Aus privaten Aufzeichnungen entstehen zusammenhängende Essays und erste musikalische Entwürfe.
  • 2026: Unter dem Namen Marc Sent finden Texte und Musik auf dieser Website einen gemeinsamen Ort.

Die Trennung, aus der diese Seite entstanden ist

Ich habe diese Website begonnen, um die Trennung von der Frau zu verarbeiten, die ich für die Liebe meines Lebens halte. Ich hatte unsere Beziehung für selbstverständlich und unerschütterlich gehalten. In dieser Sicherheit hatte ich aus dem Blick verloren, dass auch eine tiefe Liebe Aufmerksamkeit braucht: einander zuhören, nachfragen und sich Zeit füreinander nehmen. Ich verließ mich darauf, dass wir einander hatten, und achtete zu wenig darauf, wie es uns miteinander ging. Als die Beziehung endete, musste ich erkennen, wie viel ich als gegeben angesehen hatte.

Eine Zeit lang funktionierte ich vor allem. Ich beantwortete Nachrichten, erledigte meine Arbeit und kam abends in eine Wohnung zurück, in der die Stille viel Platz einnahm. Ich dachte dieselben Gespräche immer wieder durch und suchte nach dem einen Moment, an dem ich etwas hätte anders machen können. Irgendwann fing ich an, diese Gedanken aufzuschreiben, weil ich sie sonst nur im Kreis bewegte.

Beim Schreiben musste ich genauer werden. Was hatte ich wirklich erlebt, und was hatte ich mir erhofft? Wo hatte ich etwas übersehen? Welche Verantwortung gehörte zu mir, und welche Fragen würden unbeantwortet bleiben? Ich konnte die Beziehung damit nicht reparieren. Aber ich konnte allmählich verstehen, weshalb ihr Ende so vieles in meinem Leben mit erschüttert hatte.

Die Frau hinter dieser Geschichte wird hier keinen Namen bekommen. Ich erzähle aus meiner Perspektive und weiß, dass sie ihre eigene hat. Manche Szenen verdichte ich, andere erfinde ich, um einen Gedanken greifbar zu machen. Nicht jeder Satz ist ein Protokoll unseres Lebens. Was mich daran interessiert, ist die Erfahrung, die über den einzelnen Anlass hinausreicht.

Warum aus Gedanken auch Lieder werden

Ein Essay lässt mir Zeit, einer Frage nachzugehen. Ich kann einen Gedanken prüfen, einen Widerspruch stehen lassen und noch einmal zurückkehren. Musik erreicht bei mir eine andere Stelle. Manchmal trägt ein Klavierakkord etwas, für das ich auf einer ganzen Seite keine passenden Worte finde.

So kamen Spoken Word, Narrative Rap und ruhige Piano- und Synth-Klänge zu den Texten. Die ersten Entwürfe handelten vor allem von Verlust und Rückzug. Inzwischen finden auch Zuversicht, Neugier und der Wunsch nach neuer Nähe darin Platz. Ich möchte meinem Leben wieder begegnen können, ohne jede neue Erfahrung am Vergangenen zu messen.

Was ich hier mit dir teilen möchte

Ich schreibe als jemand, der selbst beteiligt war und noch immer dazulernt. Mich interessiert, wie Menschen einander Halt geben, sich verlieren, Grenzen ziehen und wieder Vertrauen fassen. Dabei schaue ich auch auf die Stellen, an denen mein eigenes Verhalten unbequem wird.

Diese Seite sammelt, was daraus entsteht. Vielleicht findest du in einer Notiz einen Gedanken, der dich beschäftigt, oder in einem Lied ein Gefühl, das du noch nicht benennen konntest. Du musst meine Geschichte dafür nicht teilen. Es genügt, wenn ein Text für einen Moment das Gefühl entstehen lässt, mit der eigenen nicht ganz allein zu sein.