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Album / Was ich noch sagen wollte · 2026

Ich halte nicht dich fest

Die Trauer um ein gemeinsam geplantes Morgen und der Versuch, daran zu erinnern, ohne den anderen Menschen festzuhalten.

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Lyrics

Intro

Wir hatten dieses Bild.

Irgendwann. Irgendwo. Wir beide.

Komisch nur, wie weit man gemeinsam planen kann und sich dabei trotzdem verliert.

Verse 1

Wir saßen nachts noch in der Küche, zwischen Rechnungen und kaltem Tee, haben aus „später“ etwas gebaut, das sich fast schon wie Zuhause anhört.

Ich hab gerechnet, organisiert, noch eine Sache irgendwie geschafft. Dachte, wenn ich genug für morgen tue, hab ich heute schon genug gemacht.

Du saßt direkt gegenüber.

Ich weiß nicht mehr, wann ich aufgehört hab zu merken, wie still du dabei geworden bist.

Vielleicht hab ich Liebe verwechselt mit Lösungen, Plänen, Funktionieren.

Vielleicht wolltest du gar nicht hören: „Ich kümmere mich.“

Vielleicht nur:

„Erzähl mir, wie’s dir geht.“

Pre-Chorus

Ich könnte sagen: „Bleib noch kurz.

Wir waren doch schon fast am Ziel.“

Aber was bringt uns dieses Morgen, wenn du heute nicht mehr bleiben willst?

Chorus

Ich halt noch an dem Morgen fest, aber ich halte nicht dich fest.

Denn wenn du gehen willst, wird Liebe nicht größer, nur weil ich dich nicht gehen lass.

Ich bereue, dass wir uns verloren. Nicht, dass ich dich geliebt hab.

Und vielleicht komm ich irgendwann dort an, wo wir beide hinwollten.

Nur wollte ich nie allein dort stehen.

Verse 2

Am Anfang war das leichter.

Du hast meine Hand genommen und plötzlich wirkte selbst ein Umweg wie ein Teil von unserem Plan.

Später liefen wir dieselben Wege, aber irgendwie nicht mehr zusammen.

Ich mit dem Kopf schon beim Nächsten. Du vielleicht längst woanders.

Ich wollte dir beweisen, dass ich alles für uns schaffen kann.

Und hab dabei nicht gemerkt, dass du keinen Beweis brauchtest.

Vielleicht nur einen Abend, an dem ich nichts löse.

Kein Handy. Keine Liste. Kein „Mach ich morgen“.

Nur ich.

Bei dir.

Pre-Chorus

Vielleicht hast du es mir gesagt. Vielleicht sogar oft.

Nur nicht in der Sprache, die mein Kopf damals verstand.

Und vielleicht tut genau das am meisten weh:

Dass Liebe da war – und trotzdem nicht reicht.

Chorus

Ich halt noch an dem Morgen fest, aber ich halte nicht dich fest.

Denn wenn du gehen willst, wird Liebe nicht größer, nur weil ich dich nicht gehen lass.

Ich bereue, dass wir uns verloren. Nicht, dass ich dich geliebt hab.

Und vielleicht komm ich irgendwann dort an, wo wir beide hinwollten.

Nur wollte ich nie allein dort stehen.

Verse 3

Ein Teil von mir denkt noch manchmal:

Vielleicht siehst du irgendwann zurück. Vielleicht erinnerst du dich an das, was wir werden wollten.

Und vielleicht wär da noch etwas.

Aber ich weiß inzwischen:

Das ist mein Gedanke.

Nicht deiner.

Ich kann dich weiter lieben, ohne daraus einen Anspruch zu machen.

Kann vermissen, ohne dich zurückzurufen.

Kann hoffen, dass du glücklich wirst, auch wenn dieses Glück nichts mehr mit mir zu tun hat.

Das klingt größer, als es sich anfühlt.

Meistens fühlt es sich einfach an wie deine Tasse hinten im Schrank

und ein Platz in meinem Kopf, den ich nicht mehr jeden Tag betrete.

Bridge

Ich dachte lange, wenn ich nur unser Ziel rette, rette ich vielleicht auch uns.

Aber ein gemeinsames Morgen ist keine gemeinsame Gegenwart.

Und vielleicht ist Loslassen nicht das Gegenteil von Liebe.

Vielleicht ist es nur der Moment, in dem man aufhört, aus Liebe ein Argument zu machen.

Final Chorus

Ich halt noch an dem Morgen fest, aber ich halte nicht dich fest.

Was wir waren, wird nicht kleiner, nur weil unser Weg hier endet.

Ich bereue, dass wir uns verloren. Nicht, dass es uns gegeben hat.

Und vielleicht komm ich irgendwann dort an, wo wir beide hinwollten.

Dann wird etwas von dir noch bei mir sein.

Nicht als Hoffnung, dass du zurückkommst.

Nicht als Frage, ob du mich noch vermisst.

Nur als Erinnerung daran, dass ich diesen Weg einmal mit dir begonnen hab.

Outro

Unser Ziel ist vielleicht noch dasselbe.

Nur das „Wir“ steht nicht mehr davor.

Und wenn ich weitergeh, dann nicht, damit du mir folgst.

Ich halte noch an meinem Morgen fest.

Aber nicht mehr an dir.

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